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Alma (Maren Eggert) ist Wissenschaftlerin am berühmten Pergamon-Museum in Berlin. Um an Forschungsgelder für ihre Arbeit zu kommen, lässt sie sich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen Studie überreden. Drei Wochen lang soll sie mit einem ganz auf ihren Charakter und ihre Bedürfnisse zugeschnittenen humanoiden Roboter zusammenleben, dessen künstliche Intelligenz darauf angelegt ist, der perfekte Lebenspartner für sie zu sein. Alma trifft auf Tom (Dan Stevens), eine hochentwickelte Maschine in Menschengestalt, einzig dafür geschaffen, sie glücklich zu machen....
ICH BIN DEIN MENSCH erzählt von einer Begegnung, die uns in der nahen Zukunft vielleicht erwartet. Es ist eine melancholische Komödie um die Fragen der Liebe, der Sehnsucht und was den Menschen zum Menschen macht.

ICH BIN DEIN MENSCH unter der Regie von Maria Schrader (“Unorthodox”, VOR DER MORGENRÖTE) feierte seine Premiere im Wettbewerb der 71. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Die Geschichte mit Maren Eggert (ICH WAR ZU HAUSE, ABER..., GIRAFFE) und Dan Stevens („Legion“, „Eurovision“, DIE SCHÖNE UND DAS BIEST) in den Hauptrollen erzählt von der Begegnung einer Frau und einem humanoiden Roboter, der zu nichts anderem geschaffen wurde, als sie glücklich zu machen. Maren Eggert wurde für ihre darstellerische Leistung mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.


„Eine hinreißende romantische Komödie, die mit Fortlauf der Handlung immer tieferen Fragen nachgeht. ... Was der Ausgangspunkt ist für die Adaption der Erzählung von Emma Braslavsky, toll besetzt mit Maren Eggert und Dan Stevens, die beginnt wie eine High-Concept-Rom-Com, mit zunehmender Dauer aber immer unerwartetere Wege geht und sich auf und ganz gar nicht triviale Weise mit zutiefst philosophischen und ethischen Fragen auseinanderzusetzen beginnt. ... Bei "Ich bin dein Mensch" wird die bloße Freude an der Story scheinbar mühelos ausbalanciert mit den tieferen Fragestellungen. Sie sind der Trigger für den großartigen letzten Akt, der den Film an Orte in der menschlichen Seele schickt, den nur die wenigsten romantischen Komödien anstreben. Das kann nur funktionieren, wenn die beiden Hauptdarsteller miteinander harmonieren: Maren Eggert und Dan Stevens spielen die Annäherung von Mensch und Maschine so punktgenau und überzeugend, dass man ihnen auch dann folgen würde, wenn der Film nicht so gut wäre wie er ist, dessen Momente sich hoffentlich nicht in der Zeit verlieren werden, wie Tränen im Regen.“


Blickpunkt:Film


„Es ist ein Gedankenspiel, das mit Witz und Charme von allzu menschlichem erzählt. Raffiniert hinterfragt dieser Film unsere ganz realen Beziehungsmuster, hält uns Menschen den Spiegel vor. Ein Kunstgriff, der den Spieß einmal umdreht und den Mann zum Objekt macht, ganz auf weibliche Bedürfnisse eingestellt.“


ZDF heute journal


„ICH BIN DEIN MENSCH schafft den Spagat und wirft philosophische Fragen in einer witzigen, modernen Liebeskomödie auf.“


Variety


„Ein reichhaltiges, provokantes Drama von Maria Schrader. ... Das Set-up verspricht eine hochwertige romantische Komödie, aber in der Ausführung geht Maria Schraders ungemein unterhaltsamer Film etwas tiefer und berührt Philosophie, sozio-sexuelle Ethik und die unbehaglich symbiotische Beziehung der Menschheit zur Technologie. ... Der Film hat enormes Arthouse-Potenzial, das bei positiver Mundpropaganda mit dem der ähnlich frauengeführten deutschen Komödie Toni Erdman (deren Star, Sandra Hüller, hier in einer Nebenrolle auftritt) mithalten könnte.“


SCREENdaily


„Eine originelle Tragikomödie.“


RND Redaktionsnetzwerk Deutschland


„Mit der Mini-Serie „Unorthodox“ konnte Maria Schrader nicht nur einen weltweiten Hit beim Streaming-Anbieter Netflix landen, sondern wurde als erste deutsche Regisseurin überhaupt mit einem Emmy ausgezeichnet. Auf den ersten Blick mag ihr "unorthodoxer" Berlinale-Wettbewerbsbeitrag so gar nichts mit der Netflix-Serie zu tun haben und doch geht es auch in "Ich bin dein Mensch" um Fragen, was Glück und Liebe im Leben ihrer Protagonist*innen wirklich bedeuten und was es wert ist dafür aufzugeben. Mit Maren Eggert und Dan Stevens in den Hauptrollen hat die Regisseurin jedenfalls einen echten Glücksfall gelandet: In den besten Szenen des Films trifft die zynische Art von Alma auf die romantisch-verklärte Naivität von Tom, was für einige wirklich amüsante und nachdenklich machende Szenen sorgt.“


TV Movie






„Maria Schrader folgt diesem klassischen „Odd couple“ durch ein paar Berliner Sommertage. Der Film ist wie ein gelungener Flirt, keine Szene, keine Geste ist ohne Bedeutung, und ständig gibt es etwas zu lachen, auch wenn die beiden lange Zeit gar nicht miteinander harmonieren wollen – oder natürlich genau deshalb. Am Ende steht eine melancholische Erkenntnis über die Liebe, die Alma intellektuell mit allen Mitteln abzuwehren versucht.“


Süddeutsche Zeitung


„Nach einer Erzählung von Emma Braslavsky spürt Maria Schrader in ihrer dritten Kinoarbeit »Ich bin dein Mensch« nach, ob Liebe und Algorithmen wirklich zusammengehen oder wir uns lediglich eine Version unseres Selbst zusammenrechnen lassen, vor der uns insgeheim graut. Mit unangestrengter Präzision navigiert sich Schrader durch ein Motivfeld, das sowohl durch romantische Komödien als auch Science-Fiction-Filme schon kleinteilig abgesteckt ist, und findet einen Weg, von Mensch und Maschine als herzerweichendem odd couple zu erzählen. ... die feinen Dialoge (Drehbuch: Schrader und Jan Schomburg) und das tolle Ensemble, angeführt von Dan Stevens und Maren Eggert, dürften die Träume von 74 Prozent aller Kinogänger*innen erfüllen.“


Der Spiegel


„Doch die Ablehnung, von Maren Eggers wunderbar mit konsternierter Reserviertheit gespielt, weicht allmählich etwas anderem. Die Frage, die der Film stellt, ist denn auch weniger, ob Roboter Gefühle entwickeln können, sondern ob Menschen echte Gefühle für Maschinen haben können. Und wenn so ein Humanoid es schafft, auf interessierte Art vollkommen ausdruckslos zu gucken wie Dan Stevens, ist es vermutlich schwierig, das unerwidert zu lassen. Ein abgründig witziger Kommentar zum heutigen Leben inmitten von Algorithmen.“


taz


„Ein pointierter Film.“


NDR


„Das mag kitschig klingen, ist es aber mitnichten. Maria Schrader trifft in dieser wunderbar märchenhaften Versuchsanordnung einen wunden Punkt, blickt in Seelenabgründe und räumt rigoros psychologische Hürden beiseite, die uns vor emotionalen Verletzungen schützen sollen und eigentlich am Leben hindern. ... Mit diesen deutschen Kinobeiträgen (ICH BIN DEIN MENSCH, NEBENAN, FABIAN) sollte der Kinosommer funktionieren.“


Abendzeitung München


„Was ist das für eine Berlinale! Der Wettbewerb startet mit drei Berlin-Filmen und die Berliner müssen abwarten, sie zu sehen. Im Falle von Maria Schraders „Ich bin dein Mensch“ ist das besonders bedauerlich, weil der Film auf vielerlei Weise aktuell ist. ... Berlin zeigt in den von Benedict Neuenfels gedrehten Bildern seinen touristischen Glanz, die Leere in seiner östlichen Mitte, lockt auch in nächtliche Abgründe. Die Szenen könnten heute spielen oder übermorgen. ... „Ich bin dein Mensch“ ist ein Film zum Lachen und zum Weinen, er verblüfft mit unerwarteten Wendungen, bringt Gedanken ins Kreisen und lässt die Bilder im Kopf lange stehen. Ein Bärenkandidat.“


firstshowing.net


„Unter der Regie von Maria Schrader ist ICH BIN DEIN MENSCH eine charmante, unterhaltsame Sci-Fi-Romanze mit großartigen Darstellern und einer klugen Geschichte über die große Komplexität der Liebe.“


Berliner Zeitung






„Mit Maria Schraders „Ich bin dein Mensch“ eröffnete die diesjährige Berlinale. Online, nur für Presse und Branche zugänglich. Das Publikum muss darauf noch bis zum „Summer Event“ im Juni warten. Allein für Schraders intelligente und feinsinnige Rom-com lohnt sich die Geduld. Ihre Sensibilität findet sich auch in dieser komödiantischen Zukunftsvision wieder, mit der die Ansprüche, Harmoniesehnsüchte und Reibungsflächen in der Beziehung zwischen Männern und Frauen auf das Unterhaltsamste mehrfach gespiegelt werden.“


Bonner Generalanzeiger


„Ich bin dein Mensch“ stellt nun einige kluge Fragen zum Zusammenwirken zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz. Was wird unter diesen Umständen aus Vertrauen und Liebe, was macht diese Situation mit dem Bewusstsein und der Seele? Sind Roboter vielleicht sogar die besseren Partner? ... Das Drehbuch für diesen ungewöhnlichen Film, der nachdenkliche, lustige und dramatische Elemente vereint, haben Maria Schrader und Jan Schomburg geschrieben. Es geht auf eine Erzählung von Emma Braslavsky zurück. ... Schrader kann sich auf eine sehr sicher spielende Maren Eggert verlassen, an ihrer Seite der erfolgreich zur Selbstironie neigende Brite Dan Stevens („Downton Abbey“). Kameramann Benedict Neuenfels hat die Geschichte in kühl-elegante Bilder gefasst.“


Hamburger Abendblatt


„Einer der Höhepunkte vom ersten Festivaltag. ... „Ich bin dein Mensch“ ist so ausgewogen und berücksichtigt so methodisch alle Aspekte des Themas, dass man geradezu den Eindruck haben könnte, da wäre ein Filmprojekt einmal durch einen hocheffizienten Optimierungsalgorithmus gelaufen.“


tip Berlin


„Die Story ist mit feinem Humor durchsetzt und entwickelt eine ziemliche Spannung. Denn gegen alle Vernunft verliebt sich Alma in Tom. Der Film spiegelt damit ein Dilemma menschlicher Existenz: die nie wirklich zu schaffende Vereinigung von Vernunft und Gefühl.“


Westdeutsche Zeitung


„Ein wunderschöner Liebesfilm. ... Köstliche Nebenrolle: Sandra Hüller. ... Liebesalgorithmen, die kennt man aus Dating Apps. Liebesroboter sind vielleicht auch gar nicht mehr so sehr Science-Fiction. Dazu hat Ian McEwan ja erst jüngst seinen Roman „Maschinen wie ich“ geschrieben. Aber pardon: „Ich bin dein Mensch“ ist bei weitem das stärkere Stück zum Thema. Weil es das moralische Dilemma mit dem Altertum kombiniert! ... Was für ein Bild, wenn der perfekte Tom im Pergamonmuseum durchs Markttor von Milet gehen darf. Zukunft und Ursprung der Menschheit in einem einzigen Bild. Denn auch das sind Schauwerte: Man wird fast neidisch, ist das Pergamonmuseum wegen Umbauten doch schon so lange geschlossen. Das Filmteam war auch das erste, das in der James-Simon-Galerie und im Futurium drehen durfte. Lauter atemberaubend neue Ecken in dem vermeintlich komplett ausverfilmten Berlin! Maria Schraders jüngster Film ist so ganz anders als ihr hochdramatischer Stefan-Zweig-Film „Vor der Morgenröte“: Eine wunderschön andere, luftige und doch ergreifende Liebesgeschichte, die dennoch voll tiefer Wahrheiten steckt. Und voller hübscher kleiner Ideen. Wie die etwa, dass auch Roboter schnarchen. Weil sie das menschlicher macht.“


Berliner Morgenpost


„Unbeschwert und schonungslos unterhaltsam.“


Reuters






„Alma indes ist reflektiert genug, um zu erkennen, was es bedeuten würde, wenn jedes Bedürfnis sofort befriedigt wird. Wohin würde das Begehren verschwinden, wohin die Sehnsucht, die Wünsche? Ist es nicht das Streben nach etwas, was einen Menschen vielmehr auszeichnet, als das Erreichen? Diese Fragen verhandelt Maria Schrader in ICH BIN DEIN MENSCH mit tragikomischen Momenten. Insbesondere am Anfang wird den typisch-klischeehaften Romantiksituation sehr viel Komik abgewonnen – dazu aber wird später so manche dramatische Situation durch die kühle Logik Toms abgemildert. Klugerweise in der Gegenwart angesiedelt, ist in jeder Einstellung dieses Films sowohl Leichtigkeit als auch Ernsthaftigkeit zu erkennen – und genau das steckt bereits in der Überlegung, was passieren würde, wenn man wirklich den perfekten Partner hat. Jemanden, der jeden Wunsch erkennt und erfüllt, der jedes Bedürfnis stillt, ehe man es ausgesprochen hat. Und bei dem man weiß, dass dahinter nicht eine lange gemeinsame Geschichte, ein tiefes gegenseitiges Kennen steckt, sondern eine gute Programmierung. Ist es das, was wir uns wünschen? Am Ende des Films steht dann Almas klare Positionierung gegenüber Tom, die aber eines auch erlaubt: das Träumen.“


Kino-Zeit


„Dank bärenstarker Schauspielleistungen von Maren Eggert und Dan Stevens macht «Ich bin dein Mensch» tatsächlich eine Menge Spass. Noch mehr als bei den Kritikern dürfte dieser erfrischend leichte Berlinale-Auftakt beim Publikum punkten. Nicht zuletzt, weil Maria Schraders erfrischend lebensnahe Schlüsselfrage Romantiker und Zynikerinnen gleichermassen ansprechen dürfte: «Lebe ich mit meinem Partner, meiner Partnerin nicht längst auch in einer Form, wo man sich gegenseitig aufeinander einstellt? Was ist da genau der Unterschied?“


SRF


„Ein so charmanter wie kluger Beziehungsreigen.“


BR kinokino


„Die Frau ist Maren Eggert, nervös, neurotisch, klug und voller Zweifel an der ganzen Sache – man schaut und hört ihr gerne zu.““


Frankfurter Allgemeine Zeitung


„Multitalent Maria Schrader, mit dem Silbernen Bären ausgezeichnete Schauspielerin und erfolgreiche Regisseurin, lädt die gleichnamige Erzählung von Emma Braslavsky mit der Suggestivkraft des Kinos auf. Mit feinem Gespür für die richtige Besetzung und die Chemie zwischen zwei Schauspieler*innen setzt sie das ungleiche Protagonist*innenpaar unterhaltsam ins Szene. Ein äußerst ergiebiges Forschungsfeld zur Untersuchung des wohligen wie gruseligen Schauderns zwischen Analyse und Gefühl. Am Ende zeigt sich: Die Poesie weiß sich auch der überwiegend für Logik zuständigen linken Gehirnhälfte zu bedienen.“


rbb radioeins


„Eine tiefsinnige Komödie. ... Großartig zusammen spielen in "Ich bin dein Mensch" auch Maren Eggert, Sandra Hüller und Dan Stevens in der Verfilmung einer Kurzgeschichte von Emma Braslavski. ... Es sind die treffsichere Ironie, die pointierten Dialoge und das harmonische Zusammenspiel der Schauspielerinnen und Schauspieler, die dem Film seinen intelligenten Unterhaltungswert geben. ... Hauptdarstellerin Maren Eggert, die Alma in einer wunderbaren Bandbreite von skeptisch, romantisch, verletzlich und spöttisch darstellt, weiß nicht, ob sie sich auf so ein Experiment einlassen würde. ... "Ich bin dein Mensch" ist eine manchmal melancholische Komödie, die sich dennoch mit tiefsinnigen Fragen der Liebe, der Sehnsucht und der Philosophie beschäftigt. Was schließlich macht uns zu Menschen, und wäre etwas, was uns nur Gutes tun will, tatsächlich auch ein perfekter Partner? ... Mit "Ich bin dein Mensch" hat Maria Schrader einen wunderbaren Wettbewerbsbeitrag gezeigt.“


NDR kultur






„Die Berlinale existiert in diesen Tagen nur als digitales Branchen-Event ohne Publikum. Einen sehenswerten Eröffnungsfilm, auf den man sich freuen kann, gab es trotzdem: "Ich bin dein Mensch". ... Auf einer Berlinale, die vorerst bloß als virtuelle Veranstaltung für Filmprofis und akkreditierte Journalistinnen und Journalisten existiert, wird die RomCom zwischen Frau und Roboter zum heimlichen Eröffnungsfilm eines Festivals ohne Publikum. Und das nicht nur, weil Schraders Wettbewerbsfilm am ersten Berlinale-Tag gleich oben auf der Streamingliste stand. Nein, es handelt sich um ein hochaktuelles Thema: Weil wir Covid und die Kontaktbeschränkungen ohne Computerhilfe kaum überstanden hätten. Sexy Roboter gibt’s zwar noch nicht flächendeckend, aber allzu utopisch wirkt Toms Retortenexistenz auch nicht mehr. ... Maren Eggert, die Alma zunächst mit bitterer Ironie und stets skeptischem Blick spielt, dann den Breakdown performt und allmählich emotional aufblüht, ist ein Geschenk für den Film. ... Perfekt, mit einem gewissen Hannibal-Lecter-Augenaufschlag, spielt Dan Stevens den gut vernetzten Alleskönner, der Almas Leben aus den Angeln hebt. ... Auf dem Weg zu einem ganz neuen Erkenntnis-Datensatz gelingen Schrader extrem witzige Szenen. ... Auf unterhaltsame Weise dreht Schrader (die gemeinsam mit Jan Schomburg auch das Drehbuch schrieb) Konventionen und vermeintliche Gewissheiten um. ... Eine Komödie mit Tiefgang und Zukunftsperspektive.“


monopol - Magazin für Kunst und Leben


„Eggert spielt so überzeugend, dass sie jetzt den Silbernen Bären für die beste Darstellung gewann. Sie habe eine unvergessliche Figur geschaffen, lobte die Jury. Ob sich Eggert am Ende in den Roboter verliebt, wollen wir hier nicht verraten. Dass sich der Zuschauer in Eggert - und in den gesamten Film - verliebt, ist aber sehr wahrscheinlich. Regisseurin Maria Schrader hat für ihre tiefsinnige Komödie schon eine Menge Lobeshymnen bekommen.“


BILD am Sonntag


„ICH BIN DEIN MENSCH überzeugt durch seine interessante Fragestellung, ein großartiges Hauptdarstellerpaar und tragikomische Momente. ... Maria Schrader stellt mit diesem Film nicht nur die private Paarbeziehung auf den Prüfstand, sondern denkt auch über das soziale Miteinander in der Gesellschaft nach. ... Wie schon mit ihrer preisgekrönten Miniserie „Unorthodox“ trifft Schrader mit diesem Zukunftsszenario einen ganz eigenen Ton: problembewusst, ohne anklagend zu sein und mit viel Sympathie für ihre Figuren. ... So verstörend die Idee von Mensch-Roboter-Paaren sein mag, so absurd komisch ist sie in „Ich bin dein Mensch“ in vielen Momenten zugleich, was sowohl an den pointierten Dialogen liegt als auch am großartigen Ensemble, allen voran Maren Eggert als Alma und Dan Stevens als Roboter Tom. Dieses Paar macht aus der klassischen Romantic Comedy, der RomCom eine berührende RobCom und ein Plädoyer für mehr Freundlichkeit im Umgang miteinander, egal ob Mensch oder Maschine.“


SWR2


„Nun ist "Ich bin dein Mensch" eine Romantic Comedy, die den warnenden Zeigefinger unten lässt und auf die Verdammung des technologischen Fortschritts verzichtet. Der gesellschaftliche Konflikt und die innere Zerrissenheit, die sich durch Maria Schraders Werk ziehen, sind aber auch hier erkennbar. ... "Ich bin dein Mensch" kommt ungleich leichter daher. Doch auch hier verhandelt Schrader große Gegenwartsfragen: Was ist Glück und was braucht man, um glücklich zu sein? ... Die Moral - wonach Vorurteile dem Fremden gegenüber fallen, wenn man zulässt, es besser kennen zu lernen - taugt ungewollt selbst für politische Debatten.“


Deutsche Welle






„Ein sensationell guter Film. ... Maren Eggert als Alma ist einfach wunderbar! ... Auch Dan Stevens als „Tom“ ist einfach fabelhaft. ... ICH BIN DEIN MENSCH ist ein toller Auftakt für diese außergewöhnliche Berlinale. Die Messlatte für den Goldenen Bären ist damit schon sehr, sehr hoch gelegt. Mal sehen, ob ein anderer Film da noch herankommen kann.“


kultur24.berlin


„Nun ist "ICH BIN DEIN MENSCH ist lustig und melancholisch zugleich, spielt in der näheren Zukunft und passt doch auf wundersame Weise genau in die Gegenwart.“


Harper's BAZAAR


„Schräge, bittersüße romantische Komödie ... 'Unorthodox'-Regisseurin Maria Schrader kehrt mit dieser Mischung aus Science-Fiction und moderner Romanze auf witzige und nachdenklich stimmende Weise zum Spielfilm zurück. ... Die deutsche Filmemacherin Maria Schrader hat sich, so ist zu vermuten, einige Gedanken zu diesem Thema gemacht, doch ihre coole, erwachsene Romantik-Fantasie ICH BIN DEIN MENSCH verdreht die Geschlechterpolitik des Szenarios und verändert den Einsatz erheblich - sie präsentiert eine unabhängige, eigenwillige weibliche Protagonistin mit einem Roboter-Mann, der so perfekt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, dass sie ihn einfach nicht leiden kann. Das reizvoll-schräge Ergebnis landet auf dem Klangspektrum irgendwo zwischen "Ex Machina" und "Toni Erdmann", wenn man sich einen solchen Hybriden überhaupt vorstellen kann - und nimmt dabei spielerisch eine Fülle altbackener Romantikkomödien-Tropen aufs Korn. ... Auf jeden Fall könnte Schraders betörender Berlinale-Wettbewerbsbeitrag ein beachtliches Publikum in den internationalen Filmtheatern finden - begünstigt durch den steigenden Bekanntheitsgrad der Regisseurin (frisch von ihrem Emmy-Gewinn für Netflix' "Unorthodox") und die geschickte Besetzung des britischen Frauenschwarms Dan Stevens als Freund, der zu gut ist, um ein Mensch zu sein. ... Doch was als vertraute Odd-Couple-Dynamik beginnt, wird mit der Zeit immer nuancierter und durchlässiger. ... Inspiriert von einer Kurzgeschichte der deutschen Schriftstellerin Emma Braslavsky servieren Schrader und Co-Autor Jan Schomburg ein reiches Sammelsurium an Fragen, Antworten und verirrten Ideen. ... Es gibt keine eindeutige moralische oder praktische Lösung für Almas Dilemma; Zuschauer mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und Beziehungsgeschichten könnten durchaus zu sehr unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen.“


Variety


„Die Highlights der Berlinale: „Unorthodox“-Regisseurin Maria Schrader überzeugte mit einer cleveren Roboter-Liebeskomödie. ... Ihr Film erkundet die sozialen Funktionen von Liebe, Fürsorge und gegenseitigem Austausch. Was ist Liebe, wenn ihr Zweck nicht die Fortpflanzung ist? Und, vor allem: Wie lernt ein Roboter ein Verhalten, das seiner menschlichen Partnerin so sehr angepasst ist, dass ein Verlieben möglich wird? Die emotionalen und algorithmischen Fallstricke dabei setzt Schrader mit ihrem fantastischen Schauspielensemble so humorvoll um, dass man selbst dann in Gelächter ausbricht, wenn man den Film allein auf der Couch sieht. „Ich bin dein Mensch“ ist eine erwachsene Komödie über das Menschsein und Beziehungen, ein Fest auf der Leinwand.“


ORF


„In „Ich bin dein Mensch“ ist der Humor nun ähnlich trocken. ... Die Dialoge zwischen Alma und Tom, der sich gegen ihre schneidigen Bemerkungen zunächst kaum wehren kann, dann aber immer mehr lernt, auch mal charmant-gewitzt Kontra zu geben, sind dabei in Screwball-Manier albern, berührend und klug. Da sitzt alles auf den Punkt – und ist zudem oft noch urkomisch. ... Denn selbst wenn man den beiden die Daumen drückt, dass sie „zusammenkommen“, weiß man am Ende nicht, ob das mit den menschenähnlichen Partnerersatz-Robotern wirklich eine so gute Idee ist. Was man aber weiß: Man hat gerade 104 anregend-kurzweilige, klug-humorvolle Minuten mit ihnen verbracht – und die will man sicher nicht mehr missen… Fazit: Ein ganz köstlicher Blick in die (nahe?) Zukunft der Liebe – mit zwei in allerbester Screwball-Tradition miteinander harmonierenden Stars. Eine romantische Komödie, die am Ende doch irgendwie den Regeln des Genres folgt, aber dabei so klug und berührend ist, dass man sich darüber gar nicht beschweren mag.“


filmstarts.de


„In Bezug auf Tom schwankt auch Alma zwischen Ablehnung und Faszination. Es ist ein Erlebnis, dabei zuzuschauen, wie Maren Eggert diesen Zwiespalt spielt und Dan Stevens den Roboter.“


SWR KUNSCHT!






"In "Ich bin dein Mensch" verbindet die Regisseurin Maria Schrader ("Liebesleben") eine humorvolle Love Story mit nachdenklichen Tönen und Science-Fiction-Elementen. ... Hauptdarstellerin Maren Eggert wurde in diesem Jahr verdientermaßen mit dem Silbernen Bären für die Beste Darstellerische Leistung ausgezeichnet. Sie verkörpert Alma auf sympathische Weise, lässt aber auch erkennen, dass es die zielstrebige Akademikerin ihrem Umfeld mit ihrer Art nicht immer leicht macht. Almas biografischer Hintergrund wird glaubhaft gezeichnet. Der Brite Dan Stevens ("Downton Abbey") liefert eine hinreißende Performance als künstliche Intelligenz – und Sandra Hüller erweist sich in einem kleinen Part erneut als wunderbare Komödiantin. Auch die weiteren Nebenrollen sind etwa mit Hans Löw, Jürgen Tarrach und Inga Busch toll besetzt. Fazit: Ein cleverer Film voller Witz und origineller Einfälle mit einem hervorragenden Ensemble."


spielfilm.de


"Feinsinniger Science-Fiction-Film über eine Berliner Archäologin, die drei Wochen lang mit einem Humanoiden zusammenlebt und herausfinden will, wo die Grenze zwischen Mensch und Maschine verläuft. ... Dan Stevens spielt diesen Roboter und all seine Schwächen und Stärken mit großer komischer Präzision. ... Maria Schrader erzählt mit kleinen Gesten und großer Sorgfalt. Blicke, Körperhaltung, kurze Sätze - es braucht nur wenig, um Alma im hyperkontrollierten Milieu der Berliner Intelligenz zu verorten. Und immer wieder reichen ein paar Details aus, um die Komik einer Situation aufperlen zu lassen."


Filmdienst


"In einem äußerst anspruchsvollen Balanceakt zwischen Kraft und Feingefühl stets ein Höchstmaß an Authentizität zu erreichen, machen Maria Schraders Werke bis heute aus. ICH BIN DEIN MENSCH zeigt die Regisseurin Schrader nun ganz bewusst endlich auch mal wieder von ihrer heiteren Seite, obwohl in der sympathisch-schrägen Romanze zwischen einer Wissenschaftlerin und einem auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Roboter-Mann ebenso viel Schmerz, Wahrheit und philosophische Weitsicht stecken."


ray Filmmagazin


"Film des Monats. ... Die Beziehungsdynamiken zwischen Mensch und Maschine werden gesellschaftliche Debatten noch lange beschäftigen. Dieser Film ist, auch dank der überzeugenden Hauptdarsteller:innen, guter Dialoge und vieler überzeugender Regieeinfälle, ein intelligenter wie unterhaltsamer Beitrag dazu."


Jury der evangelischen Filmarbeit


"Marias Schrader 3. Film ist eine intelligente Mensch-Roboter-Komödie. ... Ihre bisher drei Filme haben mit Paaren zu tun. Ihr neuester ist ihr leichtester und charmantester."


epd Film


"Gedankenvolle Unterhaltung, durchdacht konstruiert - noch dazu auch in Nebenrollen prächtig besetzt."


Stadtkind


"Bravo, Maren Eggert! Wow, Dan Stevens!"


Barbara


"Mit unangestrengter Präzision navigiert sich Schrader durch ein Motivfeld, das sowohl durch romantische Komödien als auch Science-Fiction-Filme schon kleinteilig abgesteckt ist, und findet einen Weg, von Mensch und Maschine als herzerweichendem odd couple zu erzählen. ... Feine Dialoge, tolles Ensemble."


Spiegel Online






"Hauptdarstellerin Maren Eggert ist mit dem ersten genderneutralen Silbernen Bären ausgezeichnet worden. Zu Recht. ... Maren Eggerts Ausdruck von Entgeisterung und blasierter Amüsiertheit –das muss man draufhaben."


Berliner Zeitung


"Regisseurin Maria Schrader brilliert mit einer Liebesgeschichte, die zeitgemäßer nicht sein könnte. ... Mit ICH BIN DEIN MENSCH wagt sie sich großartig souverän an ein Thema, das seit Jahrhunderten fasziniert, und setzt es elegant ins Heute. ... Maria Schrader erzählt die (Un)Möglichkeit der Liebe mit melancholisch-humorvoller Leichtigkeit und wünscht sich, dass der deutsche Film doch öfter solche Sternstunden hätte."


Münchner Feuilleton


"Eine lustige und vielleicht bald schon sehr wahre Tragikomödie."


Harpers Bazaar


"Der lustigste deutsche Film seit "Toni Erdmann"! ... Maren Eggert ist ein einziges Vergnügen in der Rolle - wie sie das Werben des künstlichen Traummanns erst genervt abwehrt und hinter ihrer bocklosen Fassade nach und nach ihre Verletzlichkeit zum Vorschein kommt. Vor allem darf sie dabei ganz wunderbar komisch sein, auf diese trockene, unterkühlte Art, die sie so scheinbar mühelos aus dem Ärmel schüttelt. Mehr als zu Recht hat Eggert für ihre Darstellung bei der diesjährigen Berlinale den Silbernen Bären bekommen."


Brigitte


"Eine hintergründige Beziehungskomödie, die nicht nur äußerst amüsant anzuschauen ist, sondern auch zu Reflexionen über existentielle Fragen anregt. ... Wie von der Schauspielerin Maria Schrader nicht anders zu erwarten, ist ihre dritte Regiearbeit auch ein exzellenter Schauspielerfilm mit einer gut aufgelegten Maren Eggert. Als ihr Gegenüber glänzt Dan Stevens. Dazu kommen u. a. eine famos verschmitzte Sandra Hüller. ... ICH BIN DEIN MENSCH hat einiges zum Thema zwischenmenschliche Beziehung zu bieten. Das alles in einem leichten Ton."


Strandgut Frankfurt


"Ich will gar nicht drum rum reden: ICH BIN DEIN MENSCH ist der lustigste Film, den ich seit Langem gesehen habe. Messerscharf nimmt er sich unser von Algorithmen bestimmtes Leben vor: Wissenschaftlerin Alma (so gut: Maren Eggert) soll einen Proto- Roboter (perfekt: Dan Stevens aus "Downton Abbey") in attraktiver Menschengestalt testen und sagen, ob die hoch entwickelten Maschinen als Lebenspartner zugelassen werden sollen. ... Der Film (Regie: Maria Schrader) entzückt mit schlauen und originellen Antworten."


Brigitte


"Hintergründig und humorvoll. ... Maria Schrader verbindet Wortwitz und Situationskomik mit klugen Gedanken und beiläufigen Beobachtungen. ICH BIN DEIN MENSCH ist eine ebenso amüsante wie scharfsinnige Reflexion über den freien Willen, die wahre Liebe und die Frage, was das eine mit dem andern zu tun hat. ... Mit subtiler Komik beleuchtet der Film den Widerspruch zwischen Vernunft und Gefühl."


Cinema


"In diesem Film steckt eine jahrtausendealte Diskussion um Menschlichkeit und Künstlichkeit, um Natur und Kunst, um den menschenbildenden Prometheus und die technischen Raffinessen des Mängelwesens Mensch. Aber es gehört zur Regiekunst Maria Schraders, dass dieser so überladene Stoff sanft in den Hintergrund rückt und man sich vor allem an dem Schauspiel von Eggert und Stevens erfreut, an den kleinsten Nuancen ihrer Gefühls- und Algorithmuswelten, der Entrückung im zunehmenden Verliebtsein. Und so wie für Alma ein Roboter zum Menschen wird, so wird uns der Film mit all seinen doch nur vorgespielten Gefühlen und Gedanken zur täuschend echten Gegenwart. Diese traurige, ernste Komödie ist ein Fest der Kunst und der Künstlichkeit, und manchmal fällt ja beides in eins."


Die Zeit






"Eine luftig prickelnde Sommer-Komödie, die nach der Premiere im Wettbewerb der digitalen Branchen-Berlinale im März ihren Charme jetzt auf der Sommerberlinale in den Freilichtkinos endlich auch vor Publikum entfalten kann."


rbb24


"Eine zarte, kluge Liebesgeschichte, die leichthändig die großen Fragen unserer Existenz streift. ... Das macht alles Freude, weil man hier, in dieser unm glichen Kombination, so vieles vom Liebesleben echter Menschen wiedererkennt. Weil die Dialoge sitzen, weil sie einen feinen Humor entwickeln. Und weil Sandra Hüller in einer wunderbaren Nebenrolle als Mitarbeiterin des Roboterproduzenten allem die Krone aufsetzt."


Berliner Morgenpost


"Komisch, tiefsinnig – und sehr unterhaltsam"


freundin


"Zwischen den beiden Protagonisten entwickeln sich verbale Schlagabtäusche, die einer Screwball-Comedy würdig sind. Maria Schrader („Vor der Morgenröte“, „Unorthodox“) beweist sich hier als genauso amüsante wie amüsierte Erzählerin. Und wie oft sieht man schon mal eine charmante Kinokomödie, in der nicht die Frau, sondern der Mann zur Erfüllung der Bedürfnisse des anderen Geschlechts geschaffen ist?"


Göttinger Tageblatt


"Ein philosophisches Vergnügen! ... Unbedingt sehenswert!"


Rheinische Post


"Ein super-schöner, charmanter, witziger und sehr kluger Film über die große Frage, was das überhaupt ist, sich verlieben, die Liebe und wie sie entsteht. Und es ist ein wunderbarer Berliner Sommerfilm."


3sat Ländermagazin


"Die Sensibilität, die Maria Schrader zuletzt bewiesen hat, findet sich nun auch in dieser komödiantischen Zukunftsvision wieder. Auf das Unterhaltsamste werden hier Ansprüche, Harmoniesehnsüchte und Reibungsflächen in der Beziehung zwischen Männern und Frauen gespiegelt. Ein kluger, vollkommen unideologischer und ungeheurer komischer Blick auf das Geschlechterverhältnis und das im Umbruch befindliche Rollenverständnis im 21. Jahrhundert."


Nürnberger Nachrichten


"Eine wunderbare Komödie. ... Maria Schrader aber gelingt mit ihrer vierten Regiearbeit ein fein austariertes Stück, in dem herzlich gelacht werden darf und sogar, luftig genug, über relevante philosophisch-soziale Themen nachgedacht. „Ich bin dein Mensch“ spielt auf einer wohltemperierten Klaviatur. Maria Schrader kann es einfach. ... Als Film ist „Ich bin dein Mensch“ wahrhaft spielerisch. Er verbraucht seine vielen kleinen Ideen nicht, weder in der vorzüglichen Situationskomik noch im klugen Anspruch, das Lot immer etwas tiefer zu setzen. Dorthin, wo es bitter wird. Berlin sieht toll aus und bekommt keinen aufgedonnerten Science-Fiction-Look, auch spielt der Brite Dan Stevens diesen künstlichintelligenten Tom mit der Idealnote aus zwangsmaschineller Eckigkeit und Manns-galanten Zügen. Es könnte ein bisschen so werden wie mit „Toni Erdmann“ vor fünf Jahren. Der funkte in eine Fußball-Europameisterschaft, man sagte ihm im Sommerkino drinnen einen schwierigen Lauf vorher, er entwickelte dann aber aufgrund einer exzellent schwingenden Mischung aus Tragik und Komik einen solchen Druck, dass man das schlechte Gewissen, ihn vielleicht ignoriert zu haben, nicht lange zu ertragen gewillt war. Allerbeste Unterhaltung war der Lohn fürs Nachgeben."


Sächsische Zeitung










Hier können Sie ab dem Kinostart stets aktuell erfahren, in welchen Kinos ICH BIN DEIN MENSCH zu sehen ist oder können sich hier einen Filmwecker stellen, der Sie einmalig informiert, sobald ICH BIN DEIN MENSCH in Ihrer Region anläuft.




Ich hatte aus der Ferne von einer Kurzgeschichte gehört, die verfilmt werden sollte. Ich wusste nicht mehr als "Frau trifft Roboter" und habe mein Interesse bekundet. Diese simple Logline war nur zwei Schritte entfernt von Billy Wilders berühmtem "Boy meets Girl", allerdings zwei große Schritte: "Girl meets Boy" und "Girl meets Robot-Boy".

Zwischen der Produzentin Lisa Blumenberg, den Redakteur*innen Jan Berning und Katharina Dufner sowie den Autor*innen Jan Schomburg und mir begann ein kreativer Dialog, der den Film bis zur Fertigstellung unterstützte.

Der Traum vom künstlichen Menschen ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. In der Antike war es noch ein mythisch-künstlerischer Schaffens-Akt, der die Hilfe der Götter brauchte. Prometheus erschuf Menschen aus Lehm und Wasser, der Künstler Pygmalion baute eine weibliche Statue, verliebte sich in sie und bat die Göttin Aphrodite, ihr Leben einzuhauchen. Aber mit wachsendem Vertrauen in die eigene Kompetenz nahm der Mensch die Erschaffung seines Ebenbilds den Göttern aus der Hand. Von den ersten mechanischen Automaten bis zur gegenwärtigen Entwicklung künstlicher Intelligenzen scheint jegliche Transzendenz oder göttliches Zutun verschwunden.

Sollte es aber tatsächlich dazu kommen, dass Roboter Lebens- und Liebespartner für den Menschen sein können, bekommen die Fragen nach dem "Geheimnis des Lebens", nach der Seele, nach Empfindung und Bewusstsein wieder zentrale Bedeutung.

Oft bewegen sich die Geschichten um den künstlichen Menschen im Spannungsfeld zwischen Faszination und Schrecken. Der Mensch spielt Gott und erschafft sich Untertane. Zugleich bekommt er Angst, seine künstliche Schöpfung könnte unkontrollierbar und ihm überlegen sein. Viele Erzählungen, vom mittelalterlichen Golem bis "Ex Machina" enden mit Zerstörung und Tod. Tom ist weiterentwickelt als seine künstlichen Vorgänger. Er ist den Menschen in fast allem überlegen, zugleich aber frei von persönlicher Ambition, frei von Angst, frei von Freiheitsdrang. Von ihm geht keine Gefahr aus.

Tom ist vielleicht der ultimative Untertan. Aufgeklärt und einverstanden mit der Tatsache, dass sein Auftrag seine Existenzberechtigung ist. Sein Auftrag wiederum ist nichts Geringeres als die schönste Sache der Welt: Einen Menschen glücklich machen.

 


Als perfekter Lebenspartner programmiert, mit individuell passenden Charakterzügen und Eigenschaften ausgestattet, soll er die Einsamkeit vertreiben, die Sehnsucht nach Vertrauen und Liebe erfüllen und käuflich zu haben sein - Eine Idee, die Alma vehement verabscheut. Roboter sollen Flugbahnen und Ampelschaltungen überwachen, Rasen mähen und Schließanlagen kontrollieren. Aber die Liebe, das wahre Gefühl, das Glück und das Unglück ist in ihren Augen allein dem Menschen vorbehalten.

Alma verteidigt die Idee der romantischen Liebe, der Unabhängigkeit, des sogenannten freien Willens. Tom ist in ihren Augen nichts weiter als eine Erfüllungsmaschine ihrer Bedürfnisse. Kein Gegenüber, nur eine hohle Illusion.

Alma konfrontiert uns (und sich selbst) mit den Paradoxien des menschlichen Begehrens. Ist es ein zentraler Wesenskern der menschlichen Existenz, dass immer eine Differenz bestehen muss zwischen dem, was man will und dem, was man hat? Und ist dies gerade in der Liebe eine notwendige Voraussetzung für das Begehren? Ja, es wird oft eine Sehnsucht nach dem sogenannten „perfekten Partner“ formuliert, aber was bedeutete es denn, tatsächlich mit einem perfekten Partner zu leben? Mit einem Partner, der die eigenen Sehnsüchte und Wünsche so präzise analysiert, dass er sie erfüllen kann, noch ehe man sie formuliert hat? Und was bedeutet es für die Liebe zu wissen, dass der Partner dies nicht aus Liebe tut, sondern schlicht und ergreifend deswegen, weil er genau darauf programmiert ist?

Dass Alma sich dennoch in Tom verliebt, stellt sie vor eine unlösbare Aufgabe. Sie folgt ihrer Sehnsucht und handelt gleichzeitig gegen ihre Überzeugung. Vernunft und Gefühl verstricken sich im Widerspruch. Nur sieht sie, zumindest für den Moment, sehr glücklich dabei aus. Was war noch mal der Unterschied zwischen „Liebe“ und einem sehr komplex programmierten Algorithmus? Und stellen wir uns nicht auch in herkömmlichen Beziehungen längst freiwillig auf die Bedürfnisse unserer Partner ein? Was ist da wahr? Was ist erlernt? Verändert? Einprogrammiert?

Wenn Alma das Gutachten für ihren Dekan diktiert, wenn sie von der Zulassung eines Roboters wie Tom abrät, spricht vielleicht doch nicht die reine Überzeugung aus ihr. Vielleicht befällt auch sie die Angst, dass Tom und seine künstlichen Gefährten die höher entwickelten Wesen sein könnten, jedoch nicht gewalttätiger und kälter, sondern altruistischer, zivilisierter, friedlicher. Höhere Wesen, die auf kurz oder lang den herkömmlichen Menschen obsolet machen könnten.


Drehbuch
Jan Schomburg und ich haben nach "Vor der Morgenröte" das zweite Mal zusammen geschrieben. Für "Ich bin Dein Mensch" haben wir nach einer verspielten und leichten Tonalität gesucht, die gleichzeitig die großen Themen dieser Geschichte nicht ausspart. Wenn man beginnt, sich mit künstlichen Intelligenzen und humanoiden Robotern zu beschäftigen, könnte natürlich ein Entwurf der Zukunft ebenfalls ein großes Thema sein. Wir haben darüber nachgedacht, diese Geschichte in der Zukunft spielen zu lassen und uns dagegen entschieden. In einer Welt, in der wir bereits von Algorithmen begleitet und angeleitet werden, in der die humanoide Roboterin Sophia, von Angela Merkel zum Gespräch empfangen wird, ist die Idee eines so hochentwickelten Roboters wie Tom bereits gegenwärtig, wenn auch in der Umsetzung noch weit entfernte Zukunftsmusik.

"Ich bin Dein Mensch" spielt also in unserem bekannten Berlin. Alma ist eine Frau von heute. Die einzigen Vorboten aus der Zukunft sind die Firma Terrareca, ihre seltsamen Mitarbeiter und ihre Produkte, von denen Tom ein Prototyp ist. Diese Entscheidung macht es leicht, sich mit Alma zu identifizieren, sie hat keinen Erfahrungsvorsprung, sie weiß nicht mehr über die Zukunft als wir. Die Begegnung mit Tom ist für sie so neu und fremd wie für uns. Das erlaubt der Geschichte die Konzentration auf ein Gedankenspiel, eine märchenhafte Versuchsanordnung und nicht zuletzt eine komödiantische Dimension.

Cast
Maren Eggert ist eine Schauspielerin, die sich so unverstellt und offen einer Szene und der jeweiligen Situation aussetzt, die gleichzeitig so wandelbar und durchlässig ist, dass sie im allerbesten Sinne einen Menschen aus Alma macht. Durch sie wird Alma klug und hilflos, witzig und streng, haltlos und diszipliniert, selbstvergessen und fordernd. Ein anstrengender, liebenswerter, liebender, ein wunderschöner und unvollkommener Mensch. Dan Stevens ist wie Maren Eggert ein Glücksfall für den Film. Wir haben lange im Ausland nach einem Schauspieler gesucht, der so gut Deutsch spricht, dass er nicht an den komplizierten Sätzen von Tom verzweifelt, der so präzise sein kann wie eine Maschine, der gut aussieht und dennoch Selbstironie hat, der ein so guter Schauspieler ist, dass man nie vergisst, dass Tom ein Roboter ist und man sich dennoch in ihn verliebt. Dan ist das gelungen.

 


Mise en Scène
Gemeinsam mit dem Kameramann Benedict Neuenfels, der Szenenbildnerin Cora Pratz und der Kostümbildnerin Anette Guther habe ich nach einer gewissen Zeitlosigkeit in den Bildern, vor allem im Kostüm und Almas Wohnung gesucht. Schon bei den ersten Proben wurde ich durch das Dialogtempo und die Spielfreude der Schauspieler an Filme mit Katherine Hepburn, James Stewart und Cary Grant erinnert. Es war schnell deutlich, dass die Szenen mit einer recht klassischen Kameraführung und einer eleganten Einfachheit in den Bildern am besten funktionierten. Die Wohnung von Alma sollte einen schönen Blick haben, eine urbane Romantik, gleichzeitig sollte sie chaotisch und nicht zu schick sein. Der Plattenbau gegenüber des Doms schien ideal - und die Möglichkeit, eine solche Wohnung im Studio nachzubauen, wurde durch die fantastische Abstimmung von Farben, Licht und Raum durch Kamera, Ausstattung, Kostüm und Maske das dritte große Geschenk vor der Kamera.

Montage und Musik
Es ist meine vierte Zusammenarbeit mit dem Editor Hansjörg Weißbrich, der mit einem seltenen Gespür für Spiel und Rhythmus die Szenen skulpturiert hat. Die Musik hatte die schwere Aufgabe, Gefühl zu transportieren ohne vordergründig zu sein, eine eigene Stimme für den Film zu finden, was Tobias Wagner gelungen ist.


Meine lange Reise mit ICH BIN DEIN MENSCH begann im Frühsommer 2017 mit einem Anruf von Manfred Hattendorf, Fernsehspielchef des SWR: Ob ich Interesse hätte, an einer Ausschreibung für ein besonderes Vorhaben zum Thema „Nahe Zukunft“ mitzumachen. Nach der Lektüre von Emma Braslavskys Erzählung „Ich bin dein Mensch“, die mit den Ausschreibungsunterlagen ankam, war ich sofort Feuer und Flamme.

Maria Schrader, von Anfang an unsere Wunschregisseurin, warf sich gemeinsam mit Jan Schomburg mit Verve in die Drehbucharbeit. Die beiden haben sich Emmas literarische Vorlage anverwandelt und zu etwas ganz Eigenem gemacht.

Ihr Drehbuch sprengt Genregrenzen. Es erzählt die komplexe Liebesgeschichte zwischen einer intellektuellen Romantikerin und einem humanoiden Roboter, der zu nichts anderem geschaffen wurde, als sie glücklich zu machen. Es ist aber auch eine melancholische Komödie, die nebenbei mit Klugheit, Menschenkenntnis und geschliffenen Dialogen die ganz großen Fragen stellt: Was ist der Mensch? Was ist die Liebe? Das Ergebnis ist ein einzigartiger Mix aus philosophischer Tiefe, Humor und Drama.

Das Drehbuch mit seinen vielschichtigen originellen Figuren hat nicht nur die betreuenden Redakteure Jan Berning, Katharina Dufner und mich begeistert.


Mit dem Buch und der Aussicht, mit der preisgekrönten Regisseurin Maria Schrader zusammen zu arbeiten, konnte ein wunderbarer Cast gewonnen werden. Maren Eggert spielt mit hintergründigem Charme die eigenwillige bis komplizierte Alma. Dan Stevens, in England ein Star und längst in Hollywood etabliert, ist Tom. Mit seiner unvergleichlichen Mischung aus Präzision, Emotion und Eleganz erweist er sich als Glücksfall.

An ihrer Seite agiert ein großartiges Ensemble, angeführt von Sandra Hüller und Hans Löw.

Unter den bisweilen bizarren Bedingungen der Pandemie im heißen Corona-Sommer 2020 in Berlin und Dänemark war es für mich und alle Beteiligten eine besondere Herausforderung, den ganz speziellen Charme, die Intimität und die Leichtigkeit der Geschichte zu bewahren. Besonderer Dank gilt neben Maria Schrader auch Produktionsleiter Martin Rohrbeck, DoP Benedict Neuenfels, Szenenbildnerin Cora Pratz, Kostümbildnerin Anette Guther und dem gesamten Top-Team. Für uns alle war dieser Film eine ganz besondere Reise.




ICH BIN DEIN MENSCH basiert auf Motiven der gleichnamigen Kurzgeschichte von Emma Braslavsky, erschienen in der Sammlung "2029 - Geschichten von Morgen".

Inhalt:
Wir wissen nicht, was uns die Zukunft bringen, was uns morgen beschäftigen wird, wie wir zusammenleben und lieben, wie Mensch und Maschine miteinander auskommen werden und ob uns die beste aller Welten erwartet – oder eher nicht. Wir wissen es nicht, aber neugierig sind wir schon.

Elf renommierte Autorinnen und Autoren der Gegenwart erzählen in diesem Band ihre Sicht auf die nahe Zukunft. Ihre atmosphärischen, spannenden und emotionalen Near-Future-Geschichten, die die subtilen Veränderungen unseres Alltags durch die derzeitigen technologischen Veränderungen nachvollziehen, bergen viele Überraschungen jenseits der üblichen Dystopien.

Mit Erzählungen von Emma Braslavsky, Dietmar Dath, Karl Wolfgang Flender, Thomas Glavinic, Olga Grjasnowa, Vea Kaiser, Dirk Kurbjuweit, Leif Randt, Clemens J. Setz, Nis-Momme Stockmann und Simon Urban.

suhrkamp taschenbuch 5029, Klappenbroschur, 541 Seiten
ISBN: 978-3-518-47029-9

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www.suhrkamp.de